Reviersport
2017.09.11
 
Krays junge Wilde brauchen Zeit
 
Der FC Kray und Arminia Klosterhardt stellen die jüngsten Mannschaften der Landesliga. Beide Trainer kamen vor der Saison aus dem Jugendbereich.

Der direkte Vergleich ging diesmal an Muhammet Isiktas und den FC Kray. Mit 1:0 besiegten die Essener Arminia Klosterhardt. Zum ersten Mal in der laufenden Saison konnte der Oberliga-Absteiger auswärts punkten. "Es war wichtig, dass wir endlich auch mal in der Fremde punkten konnten," freut sich Isiktas über den Dreier.

Das Duell Kray gegen Klosterhardt gab es bereits in der letzten Saison. Nicht in der Landesliga, sondern in der U19-Niederrheinliga: Am 26. Spieltag besiegten die Talente der Arminia den Gegner mit 1:0 und stieg sensationell in die A-Junioren-Bundesliga auf. Die Trainer damals: Muhammet Isiktas und Marcus Behnert. Seit dieser Saison Trainer der Senioren-Teams von Kray und Klosterhardt.

Nach der Aufstiegs-Enttäuschung könnte man nun denken, dass Isiktas den Sieg am Sonntag als geglückte Revanche bezeichnen kann. Diese Sicht teilt der 43-Jährige jedoch nicht: "Für mich war das keine Revanche. Ich verspüre keine Genugtuung, Marcus und sein Team heute geschlagen zu haben," sagt er und fügt hinzu: "Wir kennen uns bereits vier Jahre. Den Aufstieg im letzten Jahr mit der U19 hatte sich Marcus verdient. Den Juniorenbereich haben wir aber hinter uns gelassen."

Den Juniorenbereich hinter sich gelassen haben auch viele junge Spieler in beiden Vereinen, die vor der Saison den Sprung aus der U19 in den Landesliga-Kader geschafft haben. Bei Kray rückten vier Talente in den Seniorenkader auf. Bei Klosterhardt sogar doppelt so viele in die Landesliga.

Ein mutiger Schritt, aber auch ein Zeichen des Vertrauens in die eigene Arbeit und die jungen Akteure. "In der Vorbereitung hat man bei den Jungs schon gemerkt, dass sie sich erst an das Niveau gewöhnen müssen," sagt Behnert. "Mittlerweile ist es aber deutlich besser geworden," meint er weiter. Stolz auf die "Jungen Wilden" ist auch Isiktas: "Wir sind durchaus zufrieden mit der bisherigen Entwicklung unserer Jugendspieler, die jetzt ihr erste Jahr im Seniorenbereich spielen."

Einig sind die beiden langjährigen Trainer-Kollegen sich auch, dass es noch viel Luft nach oben gibt. "Wir sind oft noch zu naiv. Es fehlen einige Bausteine in der Entwicklung," sagt Behnert. Sein Krayer-Pendant gibt bereits eine Prognose ab, wann seine Jungs die Entwicklung abgeschlossen haben könnten: "Sie befinden uns noch lange nicht in der Endphase. Es gibt noch viel zu lernen, aber wir arbeiten daran. Die Entwicklung wird wahrscheinlich erst am Ende der Saison abgeschlossen sein," meint er.
 
Philip Ronden
 
 
 

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