Reviersport
2017.08.18
 
"Haben Werbung für unseren Fußball geboten"
 
Mit einer 0:2-Niederlage gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen ist der FC Kray in der ersten Runde des Niederrheinpokals ausgeschieden.

Doch Trauer? Unzufriedenheit? Fehlanzeige! Über 90 Minuten konnte der Landesligist dem großen Stadtrivalen Paroli bieten. Erst in der 66. Minute konnte Essens Kevin Grund den Führungstreffer erzielen. Bis dahin gab es auch für die "Wild Boys" den ein oder anderen Moment, in dem sie selbst hätten in Führung gehen können. Allen voran kurz vor der Pause, als Kevin Steuke einen Fehler von Marcel Lenz ausnutzen konnte, sein Schuss von Philipp Zeiger jedoch auf der Linie geklärt wurde.

Dementsprechend glücklich konnte auch der Trainer sein. Wir sprachen mit Muhammet Isiktas über die Pokalniederlage und die kommende Aufgabe zu Hause gegen Scherpenberg.

Muhammet Isiktas, können Sie trotz der 0:2-Niederlage zufrieden sein?
Ja, wir wollten die Partie so lange es geht so offen wie möglich gestalten und Nadelstiche setzen. Das ist rundum gelungen. Wir nehmen einiges mit. Aber das Gute ist, dass wir sehr viel Werbung für den Verein und unseren Fußball geboten haben. Das ist wichtiger als alles andere. Es war unser Ziel, eine gewisse Unzufriedenheit zwischen den Spielern von RWE entstehen zu lassen. Man hat auch gesehen, dass immer mehr Nervosität aufkam.

Mit der Zeit wurde Ihre Mannschaft immer mutiger.
Wir hatten unsere Drangperiode. Wir waren nicht blauäugig zu glauben, dass wir Rot-Weiss Paroli bieten können. Hätten wir aber zum Beispiel am Ende der ersten Halbzeit das Ding reingemacht, wäre die Situation noch brisanter ausgefallen. Unterm Strich ist unser Ziel aufgegangen.

Am Ende steht dennoch eine 0:2-Niederlage als nacktes Ergebnis. Können Sie trotzdem für die Liga aus dieser Niederlage etwas mitnehmen?
Natürlich will jeder gewinnen. Wir haben unsere Aufgabe gegen einen haushohen Favoriten, der unter Profi-Umständen arbeitet, sehr gut erledigt und natürlich kann man da auch Selbstvertrauen mitnehmen. Viele Spieler von uns haben letztes Jahr noch bei mir in der A-Jugend gespielt. Wir werden am Freitag den Schalter umlegen und motiviert an das erste Heimspiel gegen den SV Scherpenberg herangehen und zusehen, dass wir so schnell wie möglich unsere Punkte mitnehmen. Für meine junge Mannschaft ist das Ganze erst einmal ein Lernprozess. Wir müssen zusammenwachsen und Geduld haben.
 
Stefan Loyda
 
 
 

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