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WAZ
2017.01.02
Der FC Kray wird kein Harakiri betreiben
 
Der Sportliche Leiter Christoph Klöpper glaubt noch an den Klassenerhalt in der Oberliga. Dafür wird die halbe Mannschaft prominent ersetzt.

Keiner freute sich mehr über den Jahreswechsel als der FC Kray. Das Fußballjahr 2016 war eines zum Vergessen. Mit neun Punkten Rückstand auf das rettende Ufer in der Oberliga versucht nun der neue Sportliche Leiter Christoph Klöpper, die „Mission Impossible“ zu einem guten Ende zu führen. Wie das gelingen soll, erläuterte er beim Besuch in der Sportredaktion.

Christoph Klöpper zurück zum FC Kray – da haben wir erst einmal geschluckt. Wie kam es dazu?

Der Kontakt kam über Obmann Wolfgang Keiter Mitte Oktober, als es in Kray nicht mehr so gut aussah. Und als Fabian Decker dann als Manager zurücktrat, wurde die Sache konkreter. Natürlich habe ich erst einmal die Gegenfrage gestellt, wie sich der FC Kray das vorstellt, es war ja eine kuriose Situation: Wir waren ja damals ganz erfolgreich, und trotzdem ging es nicht. Da war es meine Entscheidung, hier aufzuhören, zumal es mit Günther Oberholz und den Fans nicht ganz harmonisch auseinander ging. Aber das seh ich nicht mehr so dramatisch, da muss man halt wissen, wie das Umfeld von Kray ist, wie extrem emotional die Fans dort sind.

Was hat letztendlich den Ausschlag gegeben, es doch noch einmal anzupacken?

Ich musste mir die grundsätzliche Frage stellen, ob ich nochmal überhaupt zum FC Kray passen würde. Dann traf ich mich mit Obi – ja, und der FC Kray wollte es unbedingt, begründet aus der Situation, das es sportlich keinen Ausweg gibt. Die Frage eben, wie wir den Klassenerhalt schaffen und wieder eine vernünftige Mannschaft aufbauen können.

Eins kann man Ihnen ja nicht vorwerfen: Sie haben sich ja kaum ins gemachte Nest gesetzt – das gibt es nicht mehr in Kray.

Genau, und es gibt ja nicht mehr die Situation, wie sie damals war: Mit alten Krayern und Spielern, die ihren hohen Status genießen, aufgrund der sportlich errungenen Erfolge. Heute ist es eine ganz normale Mannschaft, die sich über die Zeit entwickelt hat, aber auch nicht gerade mit übermäßigem Erfolg, die auch keine so große emotionale Bindung mehr an den Verein besitzt. Darum hab ich da keine großen Barrieren mehr gesehen, wohl wissend, wie nah das Umfeld noch immer an der Mannschaft ist.

Und das Ganze nun eine Etage tiefer.

Ja, die Oberliga ist ja so eine Mischliga, noch nicht ganz so professionell, aber doch so leistungssportlich orientiert, dass man schon eine gewisse Distanz haben muss, das ist in Kray nicht so der Fall, da wissen alle immer alles. Das ist nicht so einfach, ich kenne ja noch die handelnden Personen von damals, die alle noch da sind. Aber ich konnte es mir vorstellen, wenn ich sportlich freie Hand habe und unser Ziel ganz klar formuliert ist, was jetzt feststeht.

Nämlich?

Klassenerhalt mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, die ja nicht schlecht sind in Kray, was auch die finanzielle Grundsituation betrifft. Der Verein ist nicht überschuldet, die Dinge laufen auf einem durchschnittlichen Niveau für Oberliga-Verhältnisse. Wir haben Sitzung gehabt mit dem Wirtschaftsbeirat, und da haben wir den sportlichen Weg dargestellt, da wurde alles abgesegnet. Wir planen auch in der Rückrunde mit den Zahlen von vor der Saison, und das wird funktionieren. Auch, wenn wir jetzt Neue holen, wird kein Harakiri betrieben.

Wie soll das konkret funktionieren? Wie zu hören war, wird nun in der Winterpause der halbe Kader ausgetauscht.

Gegenwärtig bestand der Kader aus 27 Spielern, die Zahl ist meiner Meinung nach definitiv zu groß. Das kann sich ein Oberligist nicht leisten, auch wenn ein Spieler nur 50 Euro bekäme, kostet das in Summe halt Geld. Der Kader muss so klein und so leistungsstark wie möglich sein. Ich gehe davon aus, dass die Kadergröße sich zur Rückrunde auf maximal 20 ausrichten wird, es können auch nur 18 sein. Da werden einige noch Platz machen müssen, zumal ja auch Neue geholt werden. Es werden fünf bis sieben Neuzugänge sein, da kann es schon sein, dass die Hälfte des jetzigen Kaders geht, damit wir auf die gewünschte Stärke kommen.

Bei den bereits feststehenden Abgängen überrascht, dass es mit Steuke, Alic und Husic drei absolute Stammspieler getroffen hat. Mussten sie jetzt weg, um gewisse Strukturen aufzulösen?

Jein. Edin Husic hätte ich gerne behalten, er wollte nicht, auch aus finanziellen Gründen, weil er mehr Geld verdienen wollte. Kurioserweise geht er jetzt zu einem Landesligisten. Bei den anderen war ich nicht unbedingt böse, was jetzt nicht nur mit der Leistung zusammenhing, sondern mit einem Gegenwert. Und da passte manchmal der Verdienst nicht. Ich hätte auch gerne mit einem Kevin Steuke weiter gearbeitet, aber nicht zu diesem Ranking.

Wird es weitere solcher Großkaliber bei den Abgängen geben?

Das finde ich überhaupt spannend, dies erst einmal zu definieren. Fakt ist, auch diese Stammspieler haben ihren Großteil dazu beigetragen, dass die Mannschaft bislang nur elf Punkte hat. Und elf Punkte ist ein Drama. Selbst 25 Punkte als Absteiger wären für den FC Kray ein schlechtes Ergebnis gewesen, elf ist ein katastrophales. Dafür ist die Kader-Zusammenstellung ein Hauptgrund. Und es war nicht so, dass die sechs wertvollsten Spieler immer verletzt oder gesperrt waren, das ist Quatsch und das Suchen nach Ausreden.

Auf welche altgedienten Spieler werden sie denn zurückgreifen wollen?

Mit Sicherheit gibt es Spieler, die ich schon länger kenne und sehr schätze: Christian Mengert, Mario Klinger, Jörn Zimmermann, Aki Tomasello. Marius Müller, der als sehr guter Spieler lange Zeit verletzt war. Dazu noch Luka Bosnjak. Ele, die Legende, wird dabei bleiben.

Was ist mit Romas Dressler?

Steht noch nicht fest, könnte ich mir durchaus vorstellen, tendenziell eher Nein. Grundsätzlich wird viel von den Neuzugängen abhängen, ob wir die anvisierten 27 Punkte in der Rückrunde holen, und das in nur 15 Spielen. Tekiela ist schon länger dabei. Wir werden viele gestandene Spieler auf dem Platz sehen, die schon Regionalliga und höher gespielt haben. Burak Kaplan, den ich nach Wattenscheid geholt habe damals. Ein spezieller Typ, nicht ganz so einfach, aber wir hatten einen guten Draht zu ihm.

Aber der will doch Kohle sehen?

Nee, da geht’s um andere Dinge. Er weiß, dass er nicht überall klar kommt. Ich bin mir sicher, dass Burak in Kray überragend sein wird. Er hat Fähigkeiten, Spiele zu entscheiden. Und wir haben jetzt endlich die Zusage vom Innenverteidiger Lukas Fedler vom Wuppertaler SV, da brauchte ich viel Überzeugungsarbeit, in die Oberliga zu wechseln.

Alle mit Vertrag bis zum Saisonende?

Alle bis zum Saisonende, mit der fernmündlichen Vereinbarung, dass dies die Basis sein wird für die kommende Saison, das gilt auch für mich. Der Gedanke an Abstieg spielt dabei erst mal keine Rolle.

Das ist aber sehr mutig gedacht.

Aber anders geht’s nicht. Wenn wir das schaffen, 27 Punkte in der Rückrunde zu holen, haben wir eine Mannschaft, die in der nächsten Saison eine gute Rolle spielen wird. Das ist schon ein großer Auftrag und es wird davon abhängen, welche Spieler wir noch im Januar bekommen, die jetzt noch einen Vertrags-Amateurstatus besitzen.

Problem wird aber sein, ihr müsst sofort als Team funktionieren und Punkte holen.

Das sehe ich nicht als Problem, wir haben sechs Wochen Zeit, uns vorzubereiten und einzuspielen, am 23. Januar fangen wir an, am 5. März ist unser erstes Spiel, wir werden sehr ambitionierte Testspiele bestreiten.

Und wer macht den Trainer, schließlich muss er mit einem ihm vorgesetzten Kader zurechtkommen.

Gute Frage, das wird auch im Januar geklärt.

Könnte es sein, dass auch hier die Antwort Christoph Klöpper lautet?

Ist möglich -- für ein halbes Jahr, perspektivisch wäre es nicht, aber die logische Konsequenz. Es muss das Ziel sein, wieder einen Trainer zu haben, der länger als ein Jahr beim FC Kray bleibt, da muss mal wieder Kontinuität rein. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es einer wird, der noch nie vorher Trainer war, der den Einstieg hier findet und sich aus der eigenen Gruppe entwickelt.

Wo ist denn mittelfristig die sportliche Heimat des FC Kray, wo wäre er am liebsten zu Hause?

Ich sehe uns als sehr ambitionierten Oberligisten in der nächsten Saison. Man kann im Optimalfall als FC Kray auch Regionalliga spielen, mit Sicherheit ganz anders als andere Vereine. Man kann es nur nicht so professionell machen und nicht sieben Mal die Woche trainieren. Aber warum kann man nicht eine Rolle spielen mit einer Mannschaft, die vier-, fünfmal die Woche trainiert? Es muss etwas anderes sein, in Kray zu spielen, in einer Mannschaft, die sich durch besondere Typen auszeichnet.

Wie wichtig ist denn der Nachwuchs? Die U19 spielt ja eine gute Rolle in der Niederrheinliga.

Finde ich superwichtig, auch gerade fürs Image des Vereins. Ich habe mit „Mo“ (Muhammet Isiktas, Anm. der Red.) sehr lange darüber gesprochen, als er jetzt zurückging in die Jugendabteilung, er hat da richtig was Großes aufgebaut. Und wenn er eines Tages die Möglichkeit hätte, in die A-Jugend-Bundesliga aufzusteigen, könnte es nur gut sein für den Verein. Wohl wissend, dass es eine ganz schwierige Saison würde. Nirgendwo ist der Unterschied in der Liga so groß, Rot-Weiss Essen wird da nie um die Plätze eins bis drei spielen können. Aber für uns wäre es dennoch attraktiv, gerade für externe Spieler.
 
Ralf Wilhelm
 
 
 
 


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